Tarifvertrag zeitarbeitsfirma

Im Vereinigten Königreich haben einzelne Leiharbeitnehmer das Recht, bei Disziplinar- und Beschwerdesitzungen mit ihrem Arbeitgeber von einem Kollegen oder Gewerkschaftsvertreter begleitet zu werden. Abgesehen davon sind die indirekten Vertretungsrechte im Vereinigten Königreich weitgehend mit der Anerkennung von Gewerkschaften zum Zwecke der Tarifverhandlungen verbunden. Wie in anderen weitgehend unorganisierten Sektoren, insbesondere im privaten Dienstleistungssektor und in den Bereichen mit einem hohen Anteil kleiner Unternehmen, haben Leiharbeitnehmer wahrscheinlich begrenzte Rechte an der kollektiven Vertretung. Ebenfalls relevant sind die Information und Anhörung der Arbeitnehmer 2004 (UK0502103N), die ab April 2008 für Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten gelten. Diese Rechte auf Unterrichtung und Anhörung sind jedoch nicht automatisch, sondern müssen durch die Geschäftsleitung oder einen Antrag von mindestens 10 % der Arbeitnehmer in einem Unternehmen ausgelöst werden. Bei der Berechnung der Arbeitnehmerschwelle sind Leiharbeitnehmer ausdrücklich ausgeschlossen, da sie keine Mitarbeiter des Verwenderunternehmens sind. Die Situation in Irland ist mit der des Vereinigten Königreichs vergleichbar. Leiharbeitnehmer haben ein Recht auf Unterrichtung und Anhörung nach dem Gesetz über die Bereitstellung von Informationen und Anhörungen (2006). Die Rechte müssen jedoch durch einen Antrag von mindestens 10 % eines bestimmten Unternehmens ausgelöst werden. In Slowenien heißt es in Artikel 60 Absatz 2 LLR, dass die Löhne unter Berücksichtigung der Tarifvertragsbestimmungen mit vergleichbaren Arbeitnehmern gleichsein sollten und dass Leiharbeitnehmer weiterhin zwischen den Aufträgen zu einem Satz von mindestens 70 % des Mindestlohns bezahlt werden sollten. In Frankreich berechtigt das Gesetz Leiharbeitnehmer zu demselben Lohn wie Festangestellte und sieht auch eine Beendigungszahlung vor, um die Instabilität der Beschäftigung auszugleichen.

Eine ähnliche Regelung gilt in Spanien, wo das Gesetz 29/1999 gleiches Entgelt vorsieht und nachfolgende Verordnungen die Bedingung der Gleichbehandlung erweitert haben. In Finnland sieht das Arbeitsvertragsgesetz von 2001 vor, dass die Löhne und Bedingungen der Leiharbeitnehmer mit denen der Dauerbeschäftigten im Nutzerunternehmen identisch sind. Der Tarifvertrag, der für das Verwenderunternehmen gilt, erstreckt sich auch auf Arbeitnehmer, die in der Agentur beschäftigt sind. In Luxemburg ist nach Artikel L131-13 des Arbeitsgesetzbuches gleiches Entgelt erforderlich, das durch den Tarifvertrag auf alle Vergütungen ausgedehnt wird. Das griechische Recht sieht vor, dass die Bezahlung der Leiharbeitnehmer nicht niedriger sein darf als die in den branchenweiten, berufsbezogenen oder unternehmensbezogenen Tarifverträgen, die für das Personal des Nutzerunternehmens gelten, und in keinem Fall niedriger sein darf als die im aktuellen Allgemeinen Tarifvertrag festgelegte (EGSSE). Das slowakische Arbeitsgesetzbuch schreibt nach dreimonatiger Dauer des Arbeitsentgelts gleiche Bezahlung vor, obwohl es auch Möglichkeiten gibt, dies tarifvertraglich zu ändern.

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